Häufige Fragen zur Unfall-Versicherung

Wir haben hier einige Fragen zur Unfall-Versicherung aufgelistet. Bitte beachten Sie, dass dabei nur allgemein auf die einzelnen Punkte eingegangen werden kann. Die genauen Beschreibungen der Leistungen einer Unfall-Versicherung entnehmen Sie bitte den Vertragsgrundlagen und den dort enthaltenen Allgemeinen Versicherungs-Bedingungen.

Was ist die Gliedertaxe?

Jedem Unfall-Versicherungsvertrag ist die sog. Gliedertaxe hinterlegt. Sie weist aus, wie hoch der Invaliditätsgrad bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit einzelner Körperteile und Sinnesorgane eingestuft wird und dient damit als Basis zur Ermittlung der Leistung aus einer Unfallversicherung. Sie ist in den Bedingungen oft in Form einer Tabelle oder eines Schaubildes, das den menschlichen Körper und Prozentzahlen zeigt, dargestellt.

Was ist die Grundsumme?

Im Falle eines Unfalls ist die Berechnung der Versicherungsleistung relativ einfach, wenn Sie einen Tarif nur mit der Grundsumme und ohne Progression vereinbaren. Haben Sie beispielsweise eine Grundsumme von € 100.000 versichert und durch einen Unfall eine Invalidität von 50 % erlitten, erhalten Sie eine Leistung von € 50.000. Wie hoch der Invaliditätsgrad tatsächlich ist, wird durch einen Arzt und die Gliedertaxe ermittelt.

Was bedeutet Progression?

Sie können eine Unfallversicherung mit oder ohne Progression abschließen. Bei Vereinbarung einer Progression erhöht diese die Leistung aus der Unfall-Versicherung ab einem Invaliditätsgrad von über 25 Prozent. Die Progression steigt ab 50% nochmals überproportional an, bis im Vollinvaliditätsfall schließlich die um den gewählten Prozentsatz erhöhte Grundsumme fällig wird.

Beispiel für 100.000 € Grundsumme:

Progression 350 % = 350.000 €

Progression 500 % = 500.000 €

PLUSWERT-Tipp: Wir empfehlen den Einschluss einer Progression, da diese dem Umstand Rechnung trägt, dass gerade die hohen Invaliditätsgrade Existenz bedrohend sind und eine Leistung erforderlich machen. Dennoch ist es wichtig, die Grundsumme nicht zu gering zu vereinbaren, wenngleich dies zu Prämienersparnissen führt. Denn die erhöhten Versicherungssummen wirken sich hauptsächlich bei einem hohen Invaliditätsgrad aus. Die volle Summe wird nur bei einer 100 % Vollinvalidität bezahlt. In den meisten Fällen wird aber keine 100-prozentige sondern eine geringere Invalidität erreicht.

Wie berechnet sich die Leistung bei Teilverlust oder teilweiser Funktionsunfähigkeit?

Die in der Gliedertaxe ausgewiesenen Invaliditätsgrade für bestimmte Körperteile gelten dann, wenn deren Verlust oder Funktionsbeeinträchtigung 100% beträgt. In der Leistungspraxis kommt es allerdings häufig vor, dass durch den Unfall lediglich eine teilweise Funktionsbeeinträchtigung vorliegt. Wenn beispielsweise durch eine Schnittverletzung nicht der komplette Arm verloren, sondern nur Nerven verletzt wurden, die ihn teilweise funktionsunfähig machen, erhält der Versicherte nicht den vollständigen Invaliditätsgrad anerkannt. Hier wird durch ein medizinisches Gutachten festgestellt, wie stark die Funktionsunfähigkeit in Prozent tatsächlich ist.

Wie ermittelt man die bedarfsgerechte Versicherungssumme?

Dies ist sicherlich sehr individuell. Als Faustformel können Sie jedoch zwei bis drei Bruttojahresgehälter bei der Grundsumme ansetzten und diese mit einer Progression von 350 % kombinieren. Damit sind die meisten gut abgesichert.

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